Wie hart ist der Pharma-Arbeitsmarkt 2026, und wie überlebe ich ihn?
Die Zahl der Pharma-Stellenanzeigen ist im Jahresvergleich um 19 % gesunken, die Zahl der Bewerbungen pro Anzeige um 65 % gestiegen. Dieses Missverhältnis in den Zahlen bedeutet: Der klassische Weg, sich zu bewerben und dann zu warten, bringt in keiner Menge mehr Vorstellungsgespräche. Das Überleben hängt an drei Verschiebungen. Weniger Stellen anvisieren und dafür wirklich passen. Über eine Empfehlung hereinkommen, statt sich kalt zu bewerben. Und den eigenen LinkedIn-Auftritt als laufende Kampagne behandeln statt als statisches Profil.
Wäre das eine klinische Studie, hätten wir sie aus ethischen Gründen abgebrochen. So überleben Sie diesen Kampf.
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Wäre das hier eine klinische Studie, hätte die Ethikkommission längst den Stecker gezogen. Aber hier sind wir nun einmal und führen eines der sadistischsten Arbeitsmarktexperimente der jüngeren Geschichte durch. Und Sie sind die Versuchspersonen.
Die Zahlen? Katastrophal. Stellenanzeigen 19 % runter, Bewerbungen 65 % rauf, und 31 % der Life-Sciences-Fachkräfte waren arbeitslos, Stand Anfang 2025, der höchste je gemessene Wert. Davon suchten 45 % seit sechs Monaten oder länger. Unternehmen bekommen inzwischen ganz routinemäßig 200 bis 500 Bewerbungen auf eine einzige Stelle.
Willkommen zum Albtraum. Oder wie man in klinischen Studien sagt: „Patient outcomes suboptimal.“
DER PERFEKTE STURM (ODER: WIE WIR HIERHER GEKOMMEN SIND)
Das Entlassungsmassaker: Pharmaunternehmen haben 2025 rund 42.700 Stellen gestrichen, ein Plus von 47 % gegenüber 2024. Teva allein hat 2.893 Stellen gekappt, Bayer 2.000 Stellen im ersten Quartal. Pfizer? Nochmal 100. Weil eben nichts so überzeugend nach „Wachstumsstrategie“ klingt wie eine ordentliche Welle von Massenentlassungen.
Die Bewerbungsapokalypse: Jobsuchende schicken im Schnitt 32 bis über 200 Bewerbungen raus, bevor sie ein Angebot bekommen. Die Erfolgsquote? Erfrischende 0,1 bis 2 %. Zum Vergleich: Beim Roulette stehen Ihre Chancen deutlich besser. Und das Casino ist wenigstens ehrlich zu Ihnen, was Ihre Aussichten angeht.
Ghost Jobs: 18 bis 22 % aller Stellenanzeigen sind „Ghost Jobs“, also Stellen, die nie besetzt werden sollen. Manche dieser Stellen sind schon seit Monaten vergeben. Andere waren nie im Budget vorgesehen. Ein paar existieren nur, damit Investoren „Wachstumsoptik“ sehen. Drei von fünf Kandidaten vermuten, schon auf einen Ghost Job gestoßen zu sein. Vermutlich haben sie recht.
Die Ghosting-Epidemie: Apropos Geister: 61 % der Jobsuchenden wurden nach einem Vorstellungsgespräch geghostet, neun Prozentpunkte mehr als Anfang 2024. Gleichzeitig geben 80 % der Hiring Manager zu, Kandidaten zu ghosten. Der professionelle Anstand ist gestorben. Eine Beerdigung hat nicht einmal stattgefunden.
Die Realität der Empfehlungen: Und jetzt der Hammer: Empfehlungen machen nur 7 % der Bewerber aus, aber 30 bis 50 % der Einstellungen. Ihr penibel zugeschnittener Lebenslauf? Der ist weniger wert als die Bekanntschaft mit dem Cousin von irgendjemandem, der zufällig in der Supply Chain arbeitet.
DER ATS-MYTHOS, DER EINFACH NICHT STERBEN WILL (BITTE HÖRT AUF)
Diese Statistik, „75 % der Lebensläufe werden von Robotern aussortiert“, die auf jedem LinkedIn-Profil eines „Karriere-Coaches“ klebt?
Sie stammt von einer Firma namens Preptel, die 2013 pleiteging. Keine einzige begutachtete Studie hat sie je gestützt. Es ist die Recruiting-Version von „wir nutzen nur 10 % unseres Gehirns“. Gründlich widerlegt und trotzdem unsterblich.
Enhancvs Studie von 2025 mit 25 echten Recruitern hat ergeben: 92 % der Absagen erfolgen manuell oder wegen fehlender formaler Voraussetzungen, nicht automatisiert. ATS-Systeme sortieren und ordnen die eingehenden Bewerbungen. Sie lehnen Sie nicht eigenständig ab. Diese Ehre gebührt überlasteten Menschen, die in Bewerbungen ertrinken und verzweifelt nach Gründen suchen, um den Stapel endlich kleiner zu machen.
Ihr Lebenslauf wird nicht von Algorithmen erledigt. Er wird von Menschen ignoriert, die allein in dieser Woche 483 Bewerbungen gesehen und dabei den Lebenswillen verloren haben.
SPAREN SIE SICH DIE WUNDERHEILER
Diese „Interview-Garantie“-Pakete für 1.500 €, die Ihren LinkedIn-Feed fluten? Außen hui, innen pfui.
Was man Ihnen dabei nicht sagt:
Die 75-%-Absagequote durch ATS ist frei erfunden
Keyword-Stuffing funktioniert nicht und lässt Sie verzweifelt wirken
Von ChatGPT geschriebene Lebensläufe erkennt man immer öfter (und Recruiter hassen sie)
Keine Abkürzung ersetzt echte Qualifikation und gezieltes Vorgehen
Sparen Sie sich die 2.000 €. Investieren Sie das Geld in etwas mit echtem ROI. Zum Beispiel in eine Therapie, um das Trauma des Arbeitsmarkts zu verarbeiten.
5 STRATEGIEN, DIE WIRKLICH FUNKTIONIEREN (OHNE NIERENSPENDE)
1. Qualität vor Quantität, und zwar um den Faktor zehn
Hören Sie auf. Mit. Massenbewerbungen.
Ich kann das gar nicht oft genug betonen. Massenbewerbungen sind der Ort, an dem der Optimismus sein Leben aushaucht. Standardbewerbungen bringen Rückmeldequoten von 2 bis 3 %. Strategische Bewerbungen mit hoher Passung kommen auf 25 bis 40 %. Das ist keine kleine Verbesserung, das ist ein anderes Universum.
Bevor Sie auf „Bewerben“ klicken, fragen Sie sich: Erfülle ich die zwei oder drei Muss-Anforderungen dieser Stelle wirklich? Nicht „das könnte ich irgendwann lernen“ oder „ich bin ziemlich nah dran“. Ich meine echte, belegbare Passung.
Lautet die Antwort nein? Weiterziehen. Suchen Sie eine Stelle, die tatsächlich zu Ihnen passt. Anders als diese LinkedIn-Posts voller toxischer Positivität behaupten, ist „manifestiere deinen Traumjob“ keine Bewerbungsstrategie.
So machen Sie es richtig:
Lesen Sie die komplette Stellenanzeige. Ja, die ganze. Revolutionär, ich weiß.
Finden Sie die 2 bis 3 nicht verhandelbaren Anforderungen (stehen meist ganz oben oder sind hervorgehoben)
Wenn Sie die nicht haben, lassen Sie diese Stelle aus und suchen Sie eine, bei der Sie wirklich passen
Bei Stellen, bei denen Sie WIRKLICH passen: Schneiden Sie Ihren Lebenslauf auf deren Sprache und Struktur zu
Schreiben Sie ein kurzes, konkretes Anschreiben, das die Schmerzpunkte der Personalsuche adressiert (falls eins gewünscht ist)
Machen Sie Ihre Erfolge messbar, wo immer es geht
Besser drei haarscharf zugeschnittene Bewerbungen, die je 2 Stunden kosten, als fünfzig Standardbewerbungen zu je 10 Minuten. Ehrlich währt am längsten, vor allem sich selbst gegenüber, wenn es um die Passung geht.
2. Machen Sie Empfehlungen zu Ihrer zweiten Hauptstrategie
Erinnern Sie sich an die Zahlen? Empfehlungen machen nur 7 % der Bewerber aus, aber 30 bis 50 % der Einstellungen. Empfohlene Kandidaten werden viermal so häufig eingestellt.
Das hier ist kein netter Ratschlag zum Netzwerken. Das ist reine Überlebensmathematik.
Taktisches Vorgehen:
Kartieren Sie Ihr Netzwerk: ehemalige Kollegen, Kontakte aus dem Studium, Branchenkontakte, LinkedIn-Kontakte zweiten Grades
Legen Sie Zielunternehmen fest und suchen Sie auf LinkedIn nach „(Firmenname) pharmaceutical“
Melden Sie sich mit konkreten, kurzen Nachrichten: „Hallo [Name], ich habe gesehen, dass Sie bei [Firma] arbeiten. Ich schaue mich gerade im Bereich [konkreter Bereich] um. Hätten Sie 15 Minuten für einen kurzen Austausch über Kultur und Team?“
Fragen Sie nicht nach einem Job. Fragen Sie nach Informationen. Wenn man Sie mag, bietet man die Empfehlung von selbst an.
Bleiben Sie dran: Schicken Sie eine Dankesnachricht. Sagen Sie Bescheid, wenn Sie sich beworben haben. Machen Sie es Ihrem Gegenüber leicht, Ihnen zu helfen.
Für Deutsche: Ja, ich weiß, Netzwerken fühlt sich unangenehm und vage amerikanisch an. Machen Sie es trotzdem. Not kennt kein Gebot.
3. Bewerben Sie sich schnell. Also wirklich schnell.
52 % der Recruiter bevorzugen frühe Bewerber. Warum? Schlichtes Mengenmanagement. Wenn eine Recruiterin unter den ersten 100 Bewerbungen 10 passende Kandidaten findet, liest sie die nächsten 400 nicht mehr.
Sie müssen in dieser ersten Welle sein.
So setzen Sie es um:
Richten Sie Job-Alerts ein, auf LinkedIn, Indeed, StepStone und den Karriereseiten der Unternehmen
Schauen Sie täglich rein. Nicht wöchentlich. Täglich.
Zielen Sie darauf, innerhalb von 48 bis 72 Stunden nach Veröffentlichung zu bewerben
Halten Sie eine Lebenslauf-Vorlage und ein Anschreiben-Gerüst bereit, das Sie schnell anpassen können
Bei Wunscharbeitgebern beobachten Sie die Karriereseite direkt (Jobbörsen hinken Tage hinterher)
Tempo ohne Qualität nützt nichts, aber Qualität ohne Tempo eben auch nicht. Sie brauchen beides.
4. Passen Sie jede einzelne Bewerbung an (ja, jede einzelne)
Ich weiß, Sie sind müde. Ich weiß, Sie haben diesen Monat 50 Bewerbungen rausgeschickt. Ich weiß, allein der Gedanke, noch einen Lebenslauf anzupassen, macht Lust darauf, den eigenen Tod vorzutäuschen und in eine Hütte in den Alpen zu ziehen.
Machen Sie es trotzdem.
Praktischer Rahmen fürs Zuschneiden:
Überschrift im Lebenslauf: Spiegeln Sie den Stellentitel exakt
Die obersten 3 bis 5 Stichpunkte: Adressieren Sie deren Muss-Anforderungen direkt. Nutzen Sie deren Begriffe oder ähnliche, aber ohne Stuffing.
Erfolge quantifizieren: „Projekte geleitet“ → „12 bereichsübergreifende Projekte geleitet, die 2,4 Mio. € Kosteneinsparung gebracht haben“
Länge: Maximal 2 Seiten. Besser 1,5. Recruiter überfliegen Ihren Lebenslauf 7,4 Sekunden lang. Nutzen Sie diese Sekunden.
Format: Sauber, schlicht, ATS-freundlich. Kreatives Design gehört ins Portfolio, nicht in den Lebenslauf.
Anschreiben (falls erwünscht):
Maximal 3 Absätze
Absatz 1: Warum genau diese Stelle, dieses Unternehmen
Absatz 2: Ihre 2 bis 3 relevantesten Erfolge, die deren Probleme lösen
Absatz 3: Danke und Verfügbarkeit für ein Gespräch
Standardbewerbungen bringen Standardergebnisse. Oder genauer gesagt: Sie bringen Ihnen vor allem Schweigen ein.
5. Direktansprache (die nukleare Option)
Bei Stellen im mittleren und oberen Bereich können Sie das Bewerbungsnirwana komplett umgehen.
So geht es:
Finden Sie den Hiring Manager auf LinkedIn (meist die Abteilungsleitung oder Teamleitung)
Schicken Sie eine kurze, professionelle Nachricht:
„Hallo [Name], ich habe die Stelle [Stellentitel] bei [Firma] gesehen. Mit [X Jahren] in [konkreter Bereich] und Erfahrung in [relevanter Erfolg] würde ich gern mehr über die Rolle erfahren und darüber, wie ich zu [konkretes Team/Projekt/Ziel] beitragen könnte. Hätten Sie diese Woche 10 Minuten?“
NICHT: „Bitte helfen Sie mir, einen Job zu bekommen“
NICHT: eine allgemeine Copy-Paste-Nachricht
AUF KEINEN FALL: ein verzweifelter 500-Wörter-Aufsatz über Ihre Qualifikationen
Halten Sie es kurz, konkret und professionell. 52 % der Jobsuchenden nennen ausbleibende Antworten als ihr größtes Ärgernis. Sie heben sich schon dadurch ab, dass Sie als Mensch auftreten und nicht als Bewerbungsbombe.
Hinweis: Das funktioniert am besten bei Stellen, bei denen Sie stark passen. Spammen Sie keine Hiring Manager zu, wenn Sie meilenweit von der Qualifikation entfernt sind. So wird man blockiert.
FÜR BESTIMMTE GRUPPEN (WEIL EINE GRÖSSE FÜR NIEMANDEN PASST)
Berufseinsteiger und Junioren:
Die Lage: Sie brauchen Erfahrung für den Job, aber den Job für die Erfahrung. Kafka wäre stolz.
Ihre Waffen:
Werkstudentenstellen: Die werden häufiger zu festen Stellen, als Sie denken. Fuß in die Tür.
Deutsche Sprache: Konzerne in Deutschland bevorzugen für die meisten Stellen klar Bewerber mit Deutschkenntnissen. B2 als Minimum. C1 ist ideal.
Visa-Sponsoring: Zielen Sie auf Konzerne (Bayer, Boehringer Ingelheim, Roche, Novartis), die haben eingespielte Prozesse dafür
Befristete Stellen: CROs (Parexel, IQVIA, Syneos) stellen laufend ein. Nutzen Sie sie als Sprungbrett.
Kandidaten ab 50:
Die unangenehme Wahrheit: 74 % der älteren Beschäftigten halten das Alter für ein Hindernis bei der Jobsuche. Sie liegen nicht falsch. Die Beschwerden über Altersdiskriminierung sind explodiert.
Gegenstrategien:
Sicherheit mit moderner Technik: Nennen Sie ausdrücklich Ihre Erfahrung mit aktuellen Tools (Salesforce, Tableau, Veeva, was auch immer passt). Altersvorbehalte tarnen sich oft als „Bedenken bei der Technik“.
LinkedIn-Profilbild: Professionell, aktuell, energiegeladen. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, Wahrnehmung zählt.
Flexibilität betonen: „Offen für Projekt- und Beratungsmandate“ signalisiert, dass Sie nicht an klassischen Strukturen kleben
Erfahrung strategisch rahmen: „20+ Jahre Erfahrung in Regulatory Affairs“ klingt angestaubt. „Über 15 erfolgreiche FDA-Einreichungen begleitet, darunter [aktuelles Beispiel aus den letzten 3 Jahren]“ klingt aktuell.
Netzwerken Sie rücksichtslos: In Ihrer Karrierephase sind Empfehlungen noch wichtiger. Ihr Netzwerk ist Ihr wichtigstes Kapital.
Quereinsteiger:
Sie schwimmen gegen den Strom, aber machbar ist es trotzdem.
Taktik:
Übertragbare Fähigkeiten zuerst: Führen Sie mit dem, was sich übertragen lässt, nicht mit Ihrer Herkunft
Narrativ steuern: Ihr Anschreiben muss „Warum dieser Wechsel?“ beantworten, bevor die Frage kommt. Machen Sie es überzeugend und logisch.
Übergangsrollen anvisieren: Suchen Sie Stellen, die Ihre bisherige Branche schätzen (z. B. ehemalige Forscher → Medical Affairs, ehemalige Klinikärzte → Clinical Development)
Zusatzqualifikationen: Denken Sie über kurze Kurse und Zertifikate nach, die die Lücke schließen (z. B. Good Clinical Practice, Regulatory Affairs Certificate)
UNTER DEM STRICH (ODER: UND JETZT?)
Der Markt ist brutal. Die Datenlage ist deprimierend. Und die LinkedIn-Gurus lügen Sie nach Strich und Faden an.
Aber jetzt die gute Nachricht (ja, es gibt eine): Die Grundlagen funktionieren weiterhin.
Beziehungen schlagen Algorithmen. Qualität schlägt Quantität. Hartnäckigkeit mit Strategie gewinnt. Schnelle, gezielte Bewerbungen mit echter Passung schlagen den Spam aus Massenbewerbungen um mehrere Größenordnungen.
Wenn mein Rat bekannt klingt, dann weil genau das die Dinge sind, die wirklich funktionieren. Und genau deshalb wiederhole ich sie ständig. Ich weiß, das klingt nicht so aufregend wie „schalten Sie den verborgenen Stellenmarkt frei“ oder „Geheimwaffen, von denen Recruiter nicht wollen, dass Sie sie kennen“ oder welches Wundermittel Influencer sonst noch für mehrere Hundert oder Tausend Euro verkaufen.
Jetzt die unangenehme Wahrheit: Bei der Jobsuche gibt es keine Abkürzungen. Einen Job zu finden ist ein Job. Und es ist noch härtere Arbeit in einem Markt, der seit Jahren nicht so weit von einem „Kandidatenmarkt“ entfernt war. Wer Ihnen leichte Erfolge verspricht, verkauft Ihnen etwas. Meistens etwas Teures und Nutzloses.
Und das Wichtigste: Dieses „Interview-Garantie“-Paket für 2.000 €? Immer noch Betrug. Stecken Sie das Geld in Weiterbildung, in Deutschkurse oder in eine richtig gute Therapeutin, die Ihnen hilft, den existenziellen Horror moderner Jobsuche zu verarbeiten.
Ende gut, alles gut, aber das Ende hängt komplett davon ab, was Sie jetzt tun.
Kaufen Sie kein Wundermittel. Schießen Sie keine Bewerbungen ins Leere. Und vertrauen Sie keinem LinkedIn-Guru, der nie einen Tag im Recruiting gearbeitet hat.
Tun Sie das: Beziehungen aufbauen. Gezielt anvisieren. Schnell sein. Konsequent zuschneiden. Bei Verstand bleiben.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Und wenn Sie die Stelle endlich bekommen, und das werden Sie, wenn Sie sich an diesen Rat halten, dann lachen Sie bis zum ersten Arbeitstag.
Versuchen Sie nur, nicht daran zu denken, dass Sie in sechs Monaten der Hiring Manager sein könnten, der in 500 Bewerbungen auf eine einzige Stelle ertrinkt.
Der große Kreislauf des Berufslebens. Hakuna Matata, Pharma-Edition. ;)
Merken Sie sich das für das nächste Mal, wenn ein LinkedIn-„Karriere-Coach“ Ihnen seinen „ATS-Hack“-Kurs für 1.500 € andrehen will. Oder besser noch: Markieren Sie den Freund, der immer noch Massenbewerbungen verschickt ...
Teilen Sie das gern mit allen, die seit über 6 Monaten suchen und langsam an ihrem Verstand zweifeln. Es liegt nicht an Ihnen, es liegt am Markt. Na ja, größtenteils. (Okay, vielleicht 70 % Markt, 30 % Ihre Gießkannen-Bewerbungsstrategie.
#TeamBayer #MoreThanCareer #PharmaJobs
Über den Autor: 16 Jahre Talent Acquisition in der Pharmabranche im DACH-Raum, von beiden Seiten des Recruiting-Tisches. Schreibt darüber, was funktioniert, nicht darüber, was sich als Kurs verkauft. Weil der Arbeitsmarkt deprimierend genug ist, auch ohne dass man Sie darüber anlügt.
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https://www.linkedin.com/in/schulzandreas1/
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